|
Wieviel Zeit für die Liebe?
Die Unkenntnis über die Wesensunterschiede zwischen Mann und Frau verursacht vielfältige Schwierigkeiten in den Partnerschaften. Darüber steht viel Lesenswertes in der Literatur geschrieben. Aber was nützen all diese Erkenntnisse, wenn sie nicht verinnerlicht werden? Und: ist eine echte Verinnerlichung überhaupt möglich, wenn man sich nur sporadisch statt regelmäßig und intensiv mit der "Liebes"-Literatur befaßt? Angesichts der hohen Scheidungsraten und des Ausmaßes an Spannungen und Zerwürfnissen in den heutigen Beziehungen darf man wohl davon ausgehen, dass wir uns generell zu wenig und zu unprofessionell damit beschäftigen.
Es mag für manchen auf Anhieb absurd klingen, die eigene Beziehung verbessern oder kurieren zu wollen, indem er regelmäßig darüber liest und nachdenkt. Schließlich sind doch das Bauchgefühl und die Erfahrung viel aussagekräftiger, wenn es um die eigene Beziehung geht, oder? Dennoch können Bauchgefühl und Erfahrung in vielen Fällen offenbar nicht weiter helfen, sonst wären Eheprobleme in unserer Gesellschaft eine Rarität. Den Verstand einzusetzen und auf die niedergeschriebenen Erfahrungen anderer zurückzugreifen ist ein naheliegender Ausweg, um die eigene Beziehung wiederzubeleben oder zu retten.
Entscheidend sind sicher Regelmäßigkeit und Intensität in der geistigen Beziehungs-Arbeit. Aber wieviel ist genug? Drei Minuten pro Tag, fünf, zehn oder zwanzig? Natürlich wird das richtige Maß individuell verschieden sein und mit den Lebensphasen schwanken. Sie können es deshalb nur ausprobieren. Machen Sie mal einen einfachen Selbstversuch und notieren Sie sich, wieviel Zeit pro Tag Sie mit dem Studium professioneller Literatur zum Themenkreis "Liebe, Ehe und Familie" verbringen. Versuchen Sie aufgrund Ihrer Selbstbeobachtung dabei Ihr persönliches Maß herauszufinden für die Zeit, in der Sie sich der geistigen Arbeit an Ihrer Beziehung widmen müssen, um zu echter Zufriedenheit zu kommen.
|